Mittwoch, 25. Februar 2009

Asien Tourbericht Teil 1

Am Dienstag 24.02. hiess es nach 4,5 Monaten West Australien (Perth) Abschied nehmen.

Die restlichen Wochen wurde noch gearbeitet, ich in der Autovermietung und Christoph 300 km suedlich auf ner Apfelplantage, wo er den Acker allerdings nach 10 Tagen raeumen musste und wieder zurueck nach Perth kam.

Am letzten Wochenende in Perth sind wir mit Justin (Australier der mit uns bei der Konzertcrew Agentur arbeitet) zu den Pinnacles gefahren. Eine Monolithen Ansammlung die in 20.000 Jahren durch Naturveraenderungen entstanden ist, 250 km noerdlich von Perth. Echt beeindruckendes Naturhighlight.



In dem Hafenort Cervantes, einen Katzensprung von den Pinnacles entfernt, hatten wir einen Bungalow gemietet. Abends wurde gegrillt und eine Kuehlbox mit Bier vernichtet. Ausserdem hatte Justin eine Harpune mit zum Fischen. Im Meer gab es die eine oder andere Attacke auf Fische, jedoch alle mehr oder weniger erfolgslos. Auf dem Rueckweg zum Bungalow sah Justin ein Kaninchen und forderte vehement von mir die Erledigung des Tieres ("Shoot the rabbit!! Shoot shoot!!"). Habe aber nicht so Bock auf Kaninchen Braten gehabt...
Alles in allem sehr guter Trip.
Montag abend hiess es dann Abschied nehmen von ein paar Freunden im Hostel und auf gen Flughafen, um den Flieger nach Singapur zu nehmen.

Tag 1-3: SINGAPUR

Der Jetstar Flug ueber 4 Stunden war nachts und wurde fast durchgehend mit Schlafen verbracht. In Singapur angekommen wurde sich noch mal kurz darueber vergewissert, dass man auch keine Drogen im Gepaeck hat (andernfalls heisst es vom Leben Abschied nehmen !!!!).
Fuer 2 SG Dollar (= 1,- EUR) ging es vom Flughafen in die Stadt und es wurde erst einmal in einem noblen Mc Donalds mit Ledersesseln gefruehstueckt. Unterkunft wurde im Backpackers "The Inn" im Stadtteil "Little India" gefunden und erst einmal fuer ein paar Stunden die Matratzen getestet.

Abends dann rechtzeitig aufgestanden, um ein Spiel der Singapore League zu gucken und damit den Laenderpunkt Singapur zu machen. War okay!



Der Mittwoch wurde mit einer Besichtigung von diversen Buddha Tempeln und einem Aufenthalt im Chinatown Viertel verbracht.



Abends ging es zur Nacht Safari in den Singapore Zoo, wo Tigern, Leoparden, Giraffen, Zebras, usw. ein Besuch abgestattet wurde. Sehr lohnenswert!

Mal was Allgemeines zu Singapur: 4,2 Mio. Einwohner (die meisten chinesisch-ethnischer Abstammung), groesster Hafen der Welt (groesster Containerumschlag), multikulturell und Gesetze ueber Gesetze...

Abgesehen vom Drogenbesitz (Todesstrafe!) zahlt man zum Beispiel 500 Singapur Dollar wenn man in der Bahn ein Wasser trinkt oder irgendwo Muell oder Kaugummi nicht ordnungsgemaess entsorgt. Ausserdem wird man in der Bahn staendig alle paar Minuten durch Lautsprecher Durchsagen darauf hingewiesen, doch bitteschoen Personen die einem suspekt vorkommen, dem Sicherheitspersonal zu melden. Terrorismusbekaempfung... Irgendwie nicht meine Welt.

Am letzten Abend in Singapur sind wir in den 71. Stock vom Swissotel Stamford, mit 226 metern eines der hoechsten Gebaeude Singapurs. In der dortigen "New Asia Bar"goennten wir uns bei guter Musik in gehobener Gesellschaft ein Bier (17 Singapur Dollar...) und den sehr geilen Ausblick ueber die Stadt bei Nacht.


(Dieses Bild ist von unten fotografiert, Bilder aus dem 71. Stock sind noch auf Kamera)

3 Tage Singapur haben gereicht. Ist halt recht begrenzt der Stadtstaat und nicht ganz billig im Vergleich zu anderen asiatischen Laendern.

Tag 4-6 Borneo (Malaysia)

Anreise durch Flug Johor Bahru (Malaysia Peninsular, Hauptinsel) nach Miri (Malaysia Borneo, Ostinsel) mit Air Asia, Abflugszeit 16:15 Uhr.

Johor Bahru liegt quasi direkt an Singapur dran, jedoch auf der malayischen Grenze. Natuerlich wieder Stress pur die Anreise. Morgens um eine Stunde verpennt, bei Emirates (wir haben die Fluege festgelegt, kommen Ende August zurueck nach Deutschland!) war der Drucker kaputt. Das hat schon gereicht, dass es ein Wettlauf mit der Zeit wurde. Um 1.15 Uhr in Singapur gestartet.

Die Busfahrt bis zur Grenze zu Malaysia hat 30 Minuten gedauert. Dort Ausreiseformalitaeten, dann den Hinweisschildern zum weiteren Bustransfer gefolgt. Diese waren jedoch so irrefuehrend,dass wir ploetzlich den ca. 2 km Weg zwischen den Grenzen zu Fuss absolvierten, kein Bus... Irgendwann ging es nicht mehr weiter, da der Uebergang fuer Fussgaenger nicht erlaubt ist, man muss mit Autos oder Bussen einreisen.

Gluecklicherweise wurden wir dann von einer malayischen Familie mit ihrem 7 Sitzer aufgepickt und nachdem wir uns ins Auto gequetscht hatten, regelten diese fuer uns eine rasche Abwicklung der Einreiseformalitaeten und setzten uns an einem Taxistand ab. Super nett, da haben wir Glueck gehabt.

Mit dem Taxi (Fahrer hat natuerlich einen viel zu hohen Preis gefordert, war uns aber angesichts des Zeitpolsters von nur 40 Minuten bis Schalterschluss sch...egal) zum Flughafen. Dort dann zum Schalter gerannt, 2 Minuten vor Schalterschluss angekommen. Das war knapp! Waehrenddessen weitere Verzoegerungen weil der Automat kein Geld ausgespuckt hat, der Taxifahrer musste ja noch bezahlt werden... Letztendlich 10 Minuten nach Schalterschluss das Gepaeck aufgegeben. Ging gerade noch mal gut.

In Miri angekommen, haben wir ein Taxi zum Highlands Hostel genommen. Dort endlich mal, nach mehr als 4 Monaten Mehrbettzimmer, ein Zweibettzimmer gehabt. Ist in Asien (abgesehen vom teuren Singapur) sowieso Standard, dass man ein Zweibettzimmer bekommt. Kostenpunkt 25 Ringit pro Person, das sind in etwa 6 EUR. Das ist doch mal ein guter Preis...

Nach einer schnellen Dusche runter in die Bar unter dem Hostel. Gehobeneres Preisniveau aber stilvolles Ambiente mit Live Musik und eiskaltem Tiger Bier, das wir puenktlich zur Happy Hour orderten. Nach etlichen Bieren ging es dann noch weiter in Clubs.

Am naechsten Tag mal wieder den Wecker missachtet und recht spaet gestartet zum Lambir Hills Nationalpark, der den Dschungel von Borneo (Hier gibt es reichlich Dschungel...) inkl. Wasserfaellen zu bieten hatte. Hat sich gelohnt.



Samstag Abend gechillt und Sonntag frueh raus, um den Flieger von Miri nach Kota Kinabalu zu nehmen.

Dort angekommen, in der North Borneo Cabin Lodge eingecheckt (wieder nur 25 Malays. Ringit fuer jeden von uns) und erstmal morgens um 10 Uhr Pizza bzw. Pasta gefruehstueckt.

Mit einem Minivan Bus (urspruenglicher 9-Sitzer der durch Sitzreihenumbau zu einem 14 Sitzer umfunktioniert wurde, Beinfreiheit arg begrenzt) ging es fuer 15 Ringit (3,80 EUR) in den 90 km entfernten Mount Kinabalu Nationalpark. Der Mount Kinabalu (4.095 meter hoch und damit hoechster Berg auf Borneo) war in Nebel gehuellt und es war recht kalt, so dass ausnahmsweise mal ein Pullover angesagt gewesen waere.

Angesichts der begrenzten Zeit kam fuer uns ein Besteigen des Berges nicht in Betracht, es gab allerdings ein paar Wanderpfade, haben uns mal einen vorgenommen. Alles in allem haben wir uns etwas mehr versprochen vom Mount Kinabalu.



Zurueck ging es wieder mit dem Minivan und puenktlich zum Sonnenuntergang trafen wir wieder in Kota Kinabalu ein. Der Sonnenuntergang ist dort ziemlich beruehmt, heute hat uns allerdings der bewoelkte Himmel etwas einen Strich durch die Rechnung gemacht.



Morgen geht es nach Manila auf die Philippinen. Von dort aus wollen wir weiter reisen in den Philippinen, wir haben 10 Tage Zeit.

Nach Malaysia kommen wir anschliessend zurueck, dann allerdings auf das andere (bekanntere) Festland Peninsular, auf der auch die Hauptstadt Kuala Lumpur gelegen ist.

Malaysia ist reizvoll. Schoene Natur, sehr freundliche Menschen und sehr guenstige Preise (ungefaehr 3-4 mal so guenstig wie Deutschland). Beliebtes Essen ist zur Zeit bei uns Chicken mit Reis,das ist hier das Standardgericht. Es schlaegt inkl. Getraenk mit 6 Ringit (1,50 EUR) zu Buche...

Bis dahin.... ! Naechste Meldung kann dauern, dauert leider sehr viel Zeit, zu schreiben und Bilder hochzuladen. ;)